EIN HISTORISCHES KNOW-HOWLuxus und Oberklasse

In Frankreich ist die Region Auvergne-Rhône-Alpes führend bei Arbeitsplätzen in der Textil-, Leder- und Schneidwarenindustrie. Sie stützt sich auf eine solide industrielle Basis und historisches Know-how, um den Anforderungen des Luxusmarktes gerecht zu werden. Diese Pluspunkte haben in den letzten Jahren bedeutende Investitionen von großen Häusern wie HermèsDiorVuitton oder auch Van Cleef & Arpels angezogen.

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Interview mit Xavier Lépingle

Direktor der Hermès Textile Holding, Xavier Lépingle, berichtet.

Wie kam es zur Gründung der Hermès Textile Holding?
Xavier Lepingle: „ Die Geschichte der HTH reicht mit der Zusammenarbeit zwischen den Akteuren der Lyoner Seidenindustrie und der Maison Hermès weit zurück. Sie begann mit der Begegnung von Marcel Gandit, Aimé Savy und Auguste Arnaud, Graveur, Kolorist und Drucker sowie den Mitgliedern der Hermès-Familie. Das erste „Carré“ (quadratisches Seidentuch), Costumes Normands, ging aus dieser Begegnung im Jahr 1948 hervor.

Nach und nach erwarb HTH die verschiedenen Akteure, wie die Ateliers AS oder das Atelier Gandit, für die Herstellung seiner Produkte. Somit bildete sich eher eine Branche als eine Holding.
In Auvergne-Rhône-Alpes stellt HTH heute die größte Luxus-Textilgruppe mit etwa 900 direkten und mehr als 2.000 indirekten Arbeitsplätzen dar. „
“ Auch die Marke Chanel hat ihre Branche in der Region durch den Aufkauf von Schlüsselunternehmen gesichert. Diese vertikale Integration von Eigentümern großer Marken ist ein besonderes Merkmal der Region Auvergne-Rhône-Alpes im Vergleich zu den anderen großen Seidenbecken (Como und Biella in Italien), wo Formgeber ohne kapitalistische Verbindung mit Luxusmarken zusammenarbeiten. Aus diesem Grund sind sie stärker von den Unwägbarkeiten ihrer Auftraggeber abhängig.“

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Sophie COURCIER

Sophie COURCIER

Geschäftsführerin Invest Allier